Selbst buchen oder Treuhänder? Eine ehrliche Aufteilung
Die Frage wird meistens falsch gestellt. Es geht nicht darum, ob du deinen Treuhänder brauchst — du brauchst ihn. Es geht darum, an welcher Stelle. Denn ein Teil dessen, was heute zu ihm geht, war früher aufwendig und ist es heute nicht mehr.
Was heute in Sekunden geht
Diese Dinge kosten dich mit einem modernen System weniger Zeit, als sie zu sammeln:
- Quittungen und Spesen. Mit dem Handy abfotografiert, der Betrag wird ausgelesen und zugeordnet. Auch ohne QR-Code.
- Lieferantenrechnungen. Kommen sie per E-Mail, gehen sie direkt in die Verarbeitung. QR-Rechnungen werden erkannt, ein Buchungsvorschlag kommt mit.
- Zahlungen. Dein E-Banking ist angebunden. Eingänge werden automatisch offenen Rechnungen zugeordnet, Zahlungsaufträge gehen umgekehrt hinaus.
- Deine Pflegerechnungen. Die Abrechnungsdatei, die ohnehin zur Krankenversicherung geht, wird zur Buchung — ohne dass du sie ein zweites Mal anfasst.
Für all das zu einem Stundensatz zu bezahlen, hatte lange einen technischen Grund. Den hat es nicht mehr.
Was sinnvoll geteilt wird
- Die Kontierung im Zweifelsfall. Die meisten Buchungen sind eindeutig. Die wenigen, die es nicht sind, klärst du besser einmal richtig als zwölfmal falsch.
- Die Mehrwertsteuerabrechnung. Sie entsteht aus den Konten — aber ob deine Aufteilung zwischen ausgenommener Pflege und steuerbarer Beratung stimmt, lässt du besser prüfen.
- Der Kontenplan. Einmal richtig aufgesetzt, trägt er jahrelang. Das ist eine Stunde Beratung, die sich immer lohnt.
Was beim Treuhänder bleibt
- Der Jahresabschluss. Abgrenzungen, Rückstellungen, Bewertungen — dort zählt Erfahrung, und ein Fehler kostet mehr als das Honorar.
- Die Steuererklärung und alles, was mit den Behörden zusammenhängt.
- Sonderfälle. Rechtsformwechsel, erste Anstellung, Investitionen, Umstrukturierung.
- Der Blick von aussen. Jemand, der dir sagt, was die Zahlen bedeuten.
Die Rechnung, die selten jemand aufmacht
Nimm dreissig Belege im Monat. Sammeln, sortieren, abgeben, erfassen lassen — bei einem Treuhändersatz von CHF 150 sind das schnell mehrere hundert Franken im Monat für eine Tätigkeit ohne Entscheidungsgehalt.
Dieselben dreissig Belege abzufotografieren dauert zweieinhalb Minuten.
Der Unterschied ist nicht nur Geld. Es ist auch Zeit: Wer laufend bucht, sieht laufend, wie das Jahr läuft. Wer einmal jährlich abgibt, erfährt es im Frühling darauf.
Und der Nebeneffekt, der oft unterschätzt wird
Sobald deine Zahlen aktuell sind, werden Dinge möglich, die vorher nicht gingen. Du siehst, welche Krankenkasse dir seit wann etwas schuldet. Du erkennst die Mehrwertsteuergrenze, bevor du sie überschreitest. Und wenn ein Nachweis verlangt wird — Statistik, Restkostenrechnung — stehen die Zahlen bereit, statt rekonstruiert zu werden.
Der Treuhänder bleibt. Nur nicht mehr fürs Abtippen.
CuraSovo bringt deine Pflegerechnungen automatisch in deine bexio-Buchhaltung. Alles Weitere entscheidest du. Ab CHF 29 im Monat.
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Muss ich ab jetzt selbst buchen?
Nein. Du entscheidest, was du selbst machst. Viele erfassen Belege selbst, weil es schneller geht als das Sammeln — und lassen Abschluss und Steuern beim Treuhänder.
Wie arbeitet mein Treuhänder dann mit?
Du lädst ihn in dein bexio-Konto ein. Er arbeitet direkt darin — ohne dass ein Beleg das Haus verlässt, und ohne Behandlungsdaten zu sehen.
Brauche ich Buchhaltungskenntnisse?
Für den Alltag nicht. Für den Kontenplan lohnt sich einmal eine Stunde mit jemandem, der es kann — danach läuft es.
Was, wenn ich es doch wieder abgeben will?
Dann gibst du es ab. Die Buchhaltung liegt in bexio und gehört dir — dein Treuhänder arbeitet einfach darin weiter.
Dieser Artikel ist eine Übersicht, keine Steuer- oder Rechtsberatung. Was in deinem Fall sinnvoll ist, hängt von Rechtsform, Umsatz und Situation ab.